Zabel-Gymnasium zu Besuch im Bundestag

Kinder und Jugend

Berlin/Gera. – Der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert H. Weiler (CDU) empfing heute Schüler des Zabel-Gymnasiums aus Gera im Bundestag.

Nachdem Weiler der Schülergruppe einen Einblick in seinen Tagesablauf als Bundestagsabgeordneter gegeben hatte, stellten ihm die Jugendlichen lebhaft Fragen. Ob Föderalismus nicht dazu führe, dass vieles blockiert werde, wollte einer der Schüler wissen. „ In einem föderalen System kann die Beschlussfassung aufwendiger sein. Aber der Schutz vor Machtmissbrauch und die Teilhabe der Länder an politischen Entscheidungsfindungen ist in einem solchen System deutlich besser garantiert. Wenn man in die Türkei blickt, die sich immer weiter weg von einer Demokratie hin zu einer Autokratie entwickelt, weiß man diese Absicherung der Demokratie umso mehr zu schätzen“, erklärte Weiler.

Von der internationalen Politik kamen die Schüler dann zu ihren Sorgen über Busverbindungen im Großraum Gera. Die Jugendlichen beklagten, dass sie nach der Schule bis zu zwei Stunden warten müssten, bis ihr Bus für die Heimfahrt kommt. „Autobahnen und die Deutsche Bahn fallen in den Verantwortungsbereich des Bundestages. Aber für den Nahverkehr und damit die Busverbindungen sind die Kommunen zuständig“, erläuterte Weiler. Dennoch versprach Weiler den Schülern, bei den Verantwortlichen darauf hinzuwirken, dass diese lange Wartezeit durch eine entsprechende Fahrplanänderung verkürzt wird.

Zum Abschluss appellierte Weiler an die Jugendlichen, Eigenverantwortung zu übernehmen: „Ihr habt es in der Hand. Schon jetzt könnt ihr auf kommunaler Ebene wählen, bald auch den Bundestag. Macht euch ein Gesamtbild darüber, wofür die Parteien stehen und was die einzelnen Kandidaten bisher geleistet haben. Orientiert euch nicht nur an einzelnen Forderungen!“

28.03.2017

 

Anschließend besichtigte die Gruppe noch die Reichstagskuppel, bevor es dann zurück nach Gera ging.