Weiler zum Rücktritt von Kemmerich: Ein Abgeordneter wird von Nichtthüringern zerfleischt.

Robert Weiß CDU, Extremismus, Medien, Parteien, Thüringen, Wahlen

Berlin/Saalfeld. – „Ein Abgeordneter, der ein bürgerliches Wahlangebot macht, wird jetzt von Nichtthüringern zerfleischt. Das ist schockierend. Niemand außer Gott im Himmel weiß genau, wer ihn gewählt hat. Er hat sicher auch Unterstützer in anderen Parteien. Jetzt den Scharfrichter zu spielen, steht keinem gut zu Gesicht“, so kommentiert der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert Weiler (CDU), die Geschehnisse und Reaktionen nach der Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten.

Bereits am Abend gab es an der Saalfelder CDU Bürogemeinschaft, in der sich auch das Büro des Abgeordneten befindet, eine anonyme Protestaktion. Unbekannte hatten nach einer spontanen Kundgebung am Saalfelder Markt die Fassade und die Fenster der Bürogemeinschaft mit Plakaten und Spruchtafeln plakatiert. Der Unmut richtete sich dabei gegen Beteiligung der AfD am Wahlergebnis „Es kam zwar zu keiner direkten Sachbeschädigung, aber das Verwenden von wahrscheinlich strafrechtlich relevanten Sprüchen überschreitet auch hier ganz klar Linien. Es ist nicht akzeptabel, dass nach demokratischen Wahlen der Polizeischutz für Gebäude und Menschen erhöht werden muss. Ich werde mich in meinen Einstellungen von Linksextremen nicht erpressen lassen“, erklärt Weiler.

Dass es im Thüringer Landtag derzeit schon wieder anders aussieht, hat auch den Bundestagsabgeordneten überrascht, der sich derzeit auf Dienstreise in den USA befindet. Zum direkten Rücktritt des neuen Ministerpräsidenten findet er klare Worte: „Thomas Kemmerich ist in geheimer Wahl angetreten, um ein Gegenangebot für bürgerliche Politik zu machen und Rot-Rot-Grün abzulösen. Dafür wird er bundesweit abgewatscht, teilweise als Nazi beschimpft und vermutlich wie ich und andere auch bedroht. Das ist unglaublich.“