Weiler will Unabhängigkeit von Erdöl und Gas

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Berlin. – Albert Weiler plädiert für eine unabhängige Energieversorgung durch regenerative und umweltverträgliche Energieformen. „Wir spüren die Abhängigkeit von Erdöl- und Gasliefernden Staaten im Moment mehr als denn je. Die Ukrainekrise und die Bedrohung durch den Islamischen Staat (IS) muss nun auch den letzten Politiker wach werden lassen“, betont der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis, Albert H. Weiler (CDU). Er besuchte die Terra Calidus GmbH in Gera. Bereits seit vielen Jahren ist der Standort in Gera ein verlässlicher Partner und Zulieferer, wenn es um Erdwärmekomponenten geht.

Während des Firmenbesuchs kam Albert Weiler mit den Mitarbeitern und der Geschäftsführung ins Gespräch. Dabei wurden nicht nur die Erfolge bei der Entwicklung neuer Verfüllstoffe und die angemeldeten Patente aufgezählt, sondern auch auf Probleme hingewiesen, die mit Bohrungen entstehen können. „Viele Behörden lehnen Bohrungen generell ab, ohne sich mit der Materie genauer auszukennen“, erklärt der zuständige Leiter für Forschung und Entwicklung Markus Weber. „Durch Umschließung der Bohrsonde und das gleichzeitige Einfüllen des Füllstoffes kann die Bohrung aber nicht mit dem Grundwasser in Kontakt geraten.“

Albert Weiler, der stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Energie und Wirtschaft ist, will sich für einheitliche Regeln und Vorgaben zur Erdwärme-Nutzung einsetzen: „Die Schaffung klarer und eindeutiger Regelungen macht es den Behörden vor Ort leichter, schnelle und zuverlässige Entscheidungen zu treffen. Zu große Ermessenspielräume führen zu Unsicherheiten und oft auch zu Ablehnungen, aus Angst etwas verkehrt zu machen.“ Es gibt zwar Widerspruchsverfahren gegen Verwaltungsentscheidungen. Die sind aber langwierig und würden Bauvorhaben über Monate oder sogar Jahre verzögern. Insgesamt werden die Anlagen günstiger, wenn es gleiche Standards und höhere Nutzungszahlen für die Erdwärmeanlagen gibt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete sieht in einer höheren Nutzung von Erdwärme in Verbindung mit Sonnenenergie auch die Möglichkeit, dass weniger Stromtrassen gebaut werden müssen: „Zudem sehe ich auch hier eine große Chance, weiter unabhängig von Drittstaaten zu werden. Wir brauchen dadurch weniger Öl und weniger Gas zum Heizen. Gerade jetzt im Ukraine-Konflikt sieht man, wie wichtig es ist, eine eigene Energieversorgung vorzuhalten.“ Mit der Nutzung von Erdwärme lässt sich Energie einsparen, denn Erdwärme ist energetisch hoch effizient. Es handelt sich um eine nachhaltige und unerschöpfliche Energiequelle. „Im Winter wird das Haus optimal beheizt und im Sommer gekühlt. Dadurch wird die Umwelt entlastet“, betont Albert Weiler abschließend. Derzeit sind etwa 300.000 Erdwärme-Anlagen in Deutschland in Betrieb.