Weiler und Becker besuchen Integrationsprojekt in Jena

Arbeit, Arbeitsmarkt, Integration

Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit, und Albert Weiler, Mitglied des Deutschen Bundestages im Ausschuss für Arbeit und Soziales, besuchten in Jena das Projekt „Perspektiven für junge Flüchtlinge“. Hier erhalten junge Flüchtlinge praktische Berufsorientierung und gleichzeitig Sprachunterricht. So werden sie befähigt, eine eigenständige Berufswahlentscheidung zu treffen und starten bestenfalls bald in eine Ausbildung. 28 junge Menschen besuchen diese Maßnahme. Um Berufe kennen zu lernen, durchlaufen sie die Bereiche Holz, Metall, Farbe und Hauswirtschaft beim Internationalen Bund.

Im direkten Gespräch mit allen Beteiligten überzeugten sich die Besucher aus erster Hand, wie Integrationsprojekte umgesetzt werden können. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bund und jenarbeit durchgeführt und startete im April.

Ein Praktikumsbetrieb ist die Jenaer Feinblech GmbH. Hier absolviert Rezwan Waziri gerade sein Praktikum im Metallbereich. Das Jenaer Unternehmen hat bereits Erfahrung in der Ausbildung ausländischer Nachwuchskräfte, denn im Betrieb befindet sich derzeit noch ein Azubi türkischer Abstammung. Ein weiterer aus der Slowakei hat soeben die Abschlussprüfung absolviert.

Vorstand Regionen Raimund Becker lobt: „Hier haben wir ein sehr gutes Beispiel für perspektivische Gewinnung von Fachkräften für die Region. Wir erleben, dass handwerklich geprägte Unternehmen Geflüchteten Einstiegschancen bieten. Oftmals können sie dabei auch die praktischen Erfahrungen der Menschen nutzen, die sie in ihren Heimatländern gesammelt haben. Darauf kann man aufbauen“.

„Die Integration der Geflüchteten braucht Zeit. Das Erlernen der deutschen Sprache ist dabei die wichtigste Voraussetzung. Besonders erfolgversprechend halte ich die Kombination von Berufsorientierung, Sprachkurs und Praktika. Wenn alles gut läuft, ist der Praktikant von heute der Azubi von morgen“, so Dr. Lars-Peter Bräutigam, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Jena.

„Die Bundesregierung nimmt sehr viel Geld in die Hand, um die Flüchtlinge zu integrieren und um den Menschen zu helfen. Aber die deutsche Wirtschaft braucht auch Fachkräfte. Mit PerjuF werden den jungen Leuten Perspektiven aufgebaut und Wege gezeigt, wie sie in Zukunft für sich selber sorgen können und den Mittelstand am Laufen halten. Herr Bachmann von der Jenaer Feinblech GmbH hat die Chance genutzt und ist auf das Pferd aufgesprungen, ohne zu wissen wie wild dieses Pferd sein wird. Es hat sich gezeigt, dass er durch seinen Mut und sein Engagement das Ziel zuerst erreichen wird. Ich bin sicher, dass andere folgen werden“, so Bundestagsabgeordneter Dr. h.c. Albert Weiler.