Weiler: Taiwan darf von der Klimakonferenz nicht ausgeschlossen werden

Ben Koppe Aussenpolitik, Umwelt

Berlin. – In Bonn hat die 23. Konferenz der Vertragsstaaten des Klimarahmenabkommens der Vereinten Nationen (COP23) begonnen. Der Ostthüringer Bundestagsabgeordneter Albert Weiler bedauert, dass Taiwan auch dieses Mal nur in sehr begrenztem Umfang an der Konferenz teilnehmen kann.

Das Land wurde nur unter dem Namen der Nichtregierungsorganisation Industrial Technology Research Institute (ITRI) als Beobachter zur Teilnahme zugelassen. Dieser NGO-Status bietet Taiwan lediglich Zugang nur zu peripheren UNFCCC-Veranstaltungen.

‘‘Somit wird Taiwan kein angemessener Zugang zu der Klimakonferenz ermöglicht. Die Vereinten Nationen sollten entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit die 23 Millionen Menschen, die in diesem Land wohnen, von den wichtigen weltpolitischen Themen nicht ausgeschlossen werden‘‘, kommentiert Weiler.

Er weist darauf hin, dass Taiwan ehrgeizige Treibhausgas-Reduktionsziele hat und bereits Fortschritte im Bereich Klimaschutzerzielt hat. Zudem seien Klimawandel und Umweltschutz globale Themen, die uns alle betreffen und eine übergreifende Zusammenarbeit erfordern. In diesem Sinne fordert Albert Weiler die Vereinten Nationen auf, eine konstruktive Lösung für die Partizipation Taiwans an der Klimarahmenkonvention zu finden.