Weiler sieht Wolf als Gefahr für Menschen und Tiere

Ben Koppe Deutschland, Ländlicher Raum, Landwirtschaft, Thüringen, Umwelt

Berlin. – Der direktgewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert H. Weiler (CDU) warnt vor der Rückkehr des Wolfes in Deutschland und gerade auch in Thüringen. Er sieht darin eine Gefahr für Menschen und Tiere.

Der Abgeordnete stimmte in dieser Woche nur mit Einschränkung einem von der eigenen Fraktion CDU/CSU eingeführten Antrag im Deutschen Bundestag zu. Zum Antrag mit dem Titel „Herausforderungen durch die Rückkehr des Wolfes bewältigen und den Schutz von Weidetieren durch ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement gewährleisten“ gab der Abgeordnete eine Erklärung nach § 31 (1) der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages zu Protokoll in der er seine Bedenken zum Ausdruck brachte. Er führt darin einen kürzlich ereigneten Vorfall in der Region Berg Karabach in Armenien auf, bei dem ein Wolf zwei Kinder angegriffen hätte und dabei tödlich verletzte. Zudem hätte im Mai dieses Jahres im Baden-Württemberg ein Wolf insgesamt 32 Schafe auf einmal gerissen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch hier Kinder oder erwachsene Menschen zu Schaden oder sogar zu Tode kommen. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, zumal ich keine Notwendigkeit sehe, die eine Besiedlung Deutschlands unter diesen Umständen und diesen Gefahren durch den Wolf rechtfertigen würde“, so Weiler.

Aktuell erarbeitet der Abgeordnete gemeinsam mit Kollegen seiner Fraktion ein eigenes Positionspapier zu diesem Thema. Darin will er sich für einen angemessenen Umgang mit der Rückkehr des Wolfes einsetzen und konkrete Vorschläge zum Schutz der Menschen und Tiere aufzeigen.