Weiler setzt sich bei Grube für Jenaer Fernverkehrslösung ein

Infrastruktur

Berlin/Jena. – Mit der Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke von Nürnberg über Erfurt nach Leipzig ist Jena ab 2018 nicht mehr in den Fernverkehr integriert. Der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert H. Weiler, setzte sich heute Morgen persönlich bei dem Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, für eine Lösung des Jenaer Fernverkehrs ein. „Jena darf nicht vom Fernverkehr abgekoppelt werden. Wir brauchen eine Alternative“, fordert Albert Weiler.

Rüdiger Grube sieht ebenfalls die Notwendigkeit einer Lösung für die wegfallende ICE-Verbindung. Er unterstützt den Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums einen integrierter Fern- und Nahverkehr zwischen Berlin und Nürnberg mit komfortablen sowie schnellen Zügen im Zweistundentakt einzuführen. Zudem befürwortet Grube den Einsatz von Doppelstockzügen wie beispielsweise dem TWINDEXX-Express. Ferner lobte der Bahnchef das Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit mit Christian Carius (CDU) und Albert Weiler. Hier sei ein Gespräch auf Augenhöhe möglich, denn Weiler wüsste als ehemaliger Lokomotivführer aus eigenen Erfahrungen, wovon er spricht.

Grube betonte, dass Thüringen sich finanziell beteiligen müsste. Zu diesem Thema sprach Albert Weiler bereits in den vergangenen Monaten mit Vertretern des Jenaer Bündnisses für Fernverkehr und den ehemaligen Thüringer Verkehrsminister, Christian Carius. „Unser Vorhaben ist in verschiedenen Gesprächen gut vorangekommen. Allerdings muss auch die neue Regierung den bislang positiven Kurs von Christian Carius unterstützen. Da sehe ich bei den Wohltaten, die im Vorfeld allen versprochen wurden, sehr große finanzielle Schwierigkeiten auf uns zukommen. Nichtsdestotrotz werde ich hartnäckig dranbleiben“, sagt Albert Weiler abschließend.