Weiler plädiert für Meldepflicht antisemitischer Vorfälle in Schulen

Ben Koppe Bildung, CDU, Extremismus, Geschichte, Kinder und Jugend, Schule, Werte

Berlin. – Antisemitismus ist ein Missbrauch unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. In diesem Sinne setzt sich der Ostthüringer Bundestagsabgeordneter, Albert Weiler, mit Nachdruck dafür ein, dass Antisemitismus in Schulen konsequent bekämpft wird. Somit unterstützt Weiler die Forderung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, eine Meldepflicht für antisemitische Vorkommnisse in Schulen einzuführen. Seine Unterstützung hat er bereits in einem Schreiben zugesichert. Daraufhin wurde er vom Fraktionsvorsitzenden Kauder zum Gespräch eingeladen, wo er gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der “Werteinitiative jüdisch-deutsche Positionen“, Dr. Elio Adler, die jüngsten antisemitischen Vorkommnisse sowie die Bekämpfung solcher Fälle in Schulen besprach.

„Ich freue mich, dass Herr Kauder dieser Problematik besondere Aufmerksamkeit schenkt. Wir haben uns diesbezüglich konstruktiv ausgetauscht und konkrete Lösungsansätze angesprochen. Das Problem erfordert gemeinsame Anstrengungen sowie sorgfältige Zusammenarbeit zwischen der Politik, den Pädagogen, Eltern und Kindern. Herr Kauder wird die Aufnahme der Meldepflicht antisemitischer Vorfälle in Schulen mit Bildungsministerin Karliczek besprechen und das Thema auch mit den Kultusministern kommunizieren“, so der Abgeordnete Weiler.

Die Meldepflicht solle sich nicht nur singulär auf antisemitische Vorfälle beziehen, sondern es solle eine Kultur entstehen, in der man hinschaue, Probleme benenne und aktiv werde. Wenn auffalle, dass sich ein Kind klar gegen den Geist der freiheitlich-demokratischen Grundordnung äußere oder verhalte, solle dies erfasst werden. Für Weiler ist es wichtig, dass eine aktive Ansprache der Eltern seitens der Schule erfolgt. „Geschulte Pädagogen und Sozialarbeiter sollten den Schulen zur Verfügung stehen, welche mit den Eltern, den Kindern und dem Kollegium sprechen. Je mehr Vorfälle Schulen melden, desto mehr qualifizierte Unterstützung sollte diesen Schulen zur Verfügung stehen. Ich fordere zusätzliche Konsequenzen bis hin zum Schulverweis“, abschließend Weiler.