Weiler macht sich für Ausnahmen bei CO2 Besteuerung in Keramikindustrie stark

Robert Weiß Arbeit und soziale Sicherheit, Bund, CDU, Energie, Ländlicher Raum, Thüringen, Umwelt, Wirtschaft

Hermsdorf. In dieser Woche war der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Saale-Holzland-Kreis, Albert Weiler, in der Porzellanfabrik Hermsdorf zu Besuch. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Sybille Kaiser tauschte er sich über die aktuellen Herausforderungen aus, denen sich das im Bereich der technischen Keramik tätige Unternehmen zu stellen hat.

Auch die Porzellanfabrik Hermsdorf hat aufgrund der Corona-Pandemie hohe Umsatzeinbrüche zu verkraften. Würde nun noch eine weitere rein nationale CO2-Bepreisung ab dem 1. Januar 2021 für das Unternehmen dazu kommen, wäre dies schwer zu verkraften. Schließlich würde dies eine zusätzliche jährliche Belastung im knapp sechsstelligen Bereich bedeuten. Dies sei ein schwerwiegender Eingriff in ihre Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Kraft, so Geschäftsführerin Kaiser. Weiler macht sich seit langem hier für Ausnahmeregelungen für die Hersteller von Keramik und Porzellan bei der Co2-Besteuerung stark und wandte sich auch in einem. offenen Brief an den zuständigen Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

„In der Keramikproduktion ist der Brennstoff Gas aus technischen Gründen unerlässlich. Nur der gesteuerte Gasaustausch im Brennvorgang gewährleistet die notwenige Qualität und Festigkeit der gefertigten Teile. Etwa mit Elektroenergie ist das technisch nicht möglich. Belasten wir dieses traditionsreiche Gewerbe, das 2020 eh bereits schwer unter der Corona-Krise zu leiden hat, noch zusätzlich, provozieren wir vorsätzlich Insolvenzen. Das kann und darf nicht unser Ziel sein“, so Weiler.

Dem Klimaschutz sei nicht gedient, wenn chinesische Unternehmen, die ohnehin schon über hohe Marktanteile im Keramik- und Porzellansektor verfügen, noch mehr davon nach Deutschland importieren würden. Mit einer solchen drohenden Verlagerung der heimischen Produktion zeichne sich ein negativer Beitrag für die Weltklimabilanz ab. Die deutschen Keramikunternehmen hingegen würden höchste Umweltstandards erfüllen. Die Porzellanfabrik Hermsdorf etwa verfüge über eine hochmoderne Anlage zur vollständigen Filterung von Fluor, das beim Brennprozess als Nebenprodukt entstehe. Dieses Filtersystem liege selbst innerhalb Europas deutlich über den geforderten Standards. Weiler werde deshalb weiterhin in Berlin „Druck machen“, dass unsere heimischen Keramik- und Porzellanunternehmen, die sich offensichtlich ihrer Verantwortung in Sachen Umweltschutz stellen, nicht durch unüberlegte Maßnahmen der Bundesregierung, Gefahr laufen, auf der Strecke zu bleiben.