Weiler: Friseursalons müssen sofort wieder öffnen dürfen

Robert Weiß Arbeit und soziale Sicherheit, Coronavirus, Gesundheit, Kommunales, Ländlicher Raum, Regierung, Thüringen, Wirtschaft

Der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) spricht sich entschieden für das Ende des Lockdowns für körpernahe Dienstleistungen aus. „Ich empfinde es als hochgradig ungerecht und auch unlogisch, dass man sich Schönheitsoperationen unterziehen und Botox spritzen lassen kann, aber nicht zur Massage, zur Kosmetik oder zum Friseur darf.“

Die thüringenweiten Protestaktionen der Friseure und Kosmetikerinnen in der vergangenen Woche haben Weiler in seiner Ansicht noch bestärkt. „Ich finde es sehr traurig und auch beschämend, wie momentan gesamte Handwerksbranchen ausbluten. Die Überbrückungshilfen werden zu spät ausgezahlt, was für die Betroffenen zu Recht unverständlich ist. Eine Vorleistung des Freistaats Thüringen für die Bundeshilfen könnte einen entscheidenden Beitrag zur Beschleunigung der Zahlungen leisten.“

Unterstützung erhält Weiler bei seiner Forderung vom Wirtschaftsrat der CDU Thüringen. „Es droht uns durch eine Insolvenzwelle eine Verödung unserer Innenstädte, der wir jetzt entschieden entgegenwirken müssen. Es muss eine klare Öffnungsstrategie für den gesamten Einzelhandel geben. Im vergangenen Jahr haben die Gaststätten, der Einzelhandel und auch die körpernahen Dienstleister bewiesen, dass sie gute Hygienekonzepte haben und diese auch umsetzen. Es gibt also keinen Grund, jetzt nicht wenigstens die Friseure und Kosmetikstudios wieder zu öffnen und den Einzelhandel kontrolliert zuzulassen“, fordert der Landesvorsitzende Mihajlo Kolakovic.

Vertreter der Landesinnung der Friseure und Kosmetiker Thüringen verweisen darauf, dass 60% der Salons um ihre Existenz bangen. Für Weiler eine rote Linie. „Friseursalons und Kosmetikstudios müssen sofort wieder öffnen dürfen. Die aktuellen Infektionszahlen sind auf dem Niveau von Mitte Oktober 2020. Da waren körpernahe Dienstleistungen erlaubt. Eine Schließung ist aus pandemischer Sicht daher meiner Meinung nach nicht mehr verhältnismäßig“, erklärt Weiler abschließend.