Weiler fordert von Kassenärztlicher Vereinigung Impfzentrum in Kahla

Robert Weiß Coronavirus, Demografie, Gesundheit, Kommunales, Ländlicher Raum, Thüringen

Der hiesige Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) fordert die Kassenärztliche Vereinigung auf, ein Impfzentrum in Kahla zu errichten. Dass im 20 Kilometer entfernten Jena bereits ein Impfzentrum entsteht, lässt Weiler als Gegenargument nicht gelten:

„Es wird von den Menschen gefordert, ihre Mobilität einzuschränken, auf Kontakte zu verzichten und nach Möglichkeit den öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu vermeiden. Wenn die Leute aus dem südlichen Saaletal sich dann aber alle auf den Weg nach Jena machen sollen, um sich impfen zu lassen, steht das in einem krassen Gegensatz dazu. Gerade die vielen kleinen Dörfer im südlichen Saaletal sind mit dem ÖPNV nicht gut angebunden. Man kann doch nicht ernsthaft verlangen, dass die Menschen, ich denke da auch besonders an die älteren, einen Tagesausflug mit dem Bus nach Jena machen und dann dort auch noch mit der Straßenbahn bis zum Impfzentrum fahren. Das ist aus logistischer und pandemischer Sicht Irrsinn. Es braucht unbedingt ein Impfzentrum in Kahla!“

Unterstützung für diesen Vorschlag bekommt Weiler von der VG-Vorsitzenden Silvia Voigt: „Die örtlichen Behörden wären bereit, Unterstützung zu leisten. Als Verwaltungsgemeinschaft können wir sowohl organisatorisch als auch hinsichtlich des Transports der Menschen behilflich sein.“

Auch der Bürgermeister der Stadt Kahla, Jan Schönfeld, ist für Weilers Vorschlag und hat bereits einen konkreten Standort für das Impfzentrum im Auge: „Der Rosengarten in Kahla ist bestens als Impfzentrum geeignet. Wir haben hier Platz für viele Menschen, ausreichend Parkplätze und vor allen Dingen mehrere Ein-und Ausgänge für ein kontaktloses Einbahnstraßensystem.“

„Wenn die Verantwortlichen vor Ort sich einig sind, ein Mehrwert für die Bürger geschaffen werden kann und im Sinne der Pandemiebekämpfung unnötige Kontakte in öffentlichen Verkehrsmitteln vermieden werden können, dann muss die Kassenärztliche Vereinigung sich ernsthaft mit der Forderung beschäftigen“, so Weiler abschließend.