Weiler fordert: Patentaussetzung für Corona-Impfstoffe zügig umsetzen

Robert Weiß Bund, Coronavirus, Deutschland, Europa, Gesundheit, Regierung, Wissenschaft

Der direkt gewählte Ostthüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Weiler begrüßt den Vorstoß der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vorübergehend die Patentrechte auf Corona-Impfstoffe auszusetzen.

„Wir brauchen schnelle und effektive Lösungen, um die Corona-Krise nun zeitnah zu beenden. Der Sommer steht vor der Tür, Hotels und Gastronomie müssen geöffnet werden, die Menschen wollen sich impfen lassen und endlich ihre Freiheiten zurück. Vor zwei Monaten habe ich das Krisenmanagement der Bundesregierung und der Länderchefs als planlos, ratlos und mutlos kritisiert. Jetzt hat die Bundesregierung die Möglichkeit, mit schnellem und entschlossenem Handeln, etwas Gutes zu bewirken. Der gute Rat ist da. Nun braucht es den Mut, der Pharmaindustrie die Stirn zu bieten und das Thema Patentaussetzung nicht nur zu diskutieren, sondern den Plan zügig in die Tat umzusetzen. Um den Vorgang zu beschleunigen, sollte die Kanzlerin sofort bei ihrer Freundin in Brüssel anrufen und Druck machen“, fordert Weiler.

Es gehe ihm bei der Thematik der Impfstoffproduktion auch nicht nur um Deutschland und die EU, erklärt Weiler. „Wenn wir die Pandemie besiegen wollen, dann geht das nur, wenn jedes Land der Welt ganz schnell ausreichend Impfstoff bekommt. Wenn man die Bilder aus Indien sieht, dann kann man sich, bei aller berechtigten Kritik am Corona-Management der Bundesregierung, glücklich schätzen in Deutschland zu leben. Wir waren manchmal zu langsam und zu verkopft. Aber wir stehen kurz davor, den Spuk zu beenden. Jetzt gilt es, solidarisch mit dem Rest der Welt zu sein. Dafür braucht es schleunigst die temporäre Patentaussetzung für Corona-Impfstoffe“, appelliert Weiler.