Weiler fordert ökologische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

Ben Koppe Arbeit und soziale Sicherheit, Asyl, Bund, Deutschland, Ländlicher Raum, Thüringen, Umwelt

„Täglich erreichen uns neue Meldungen über den schlimmen Zustand unseres Waldes. Wir erleben durch extreme Trockenheit und den massiven Borken-käferbefall ein großes Ausmaß an Waldsterben. Zudem sollen nach Auffassung der rot-rot-grünen Landesregierung in Thüringen aus Klimaschutzgrün-den auch noch Windräder in den Wald gebaut und damit weitere Waldflächen dauerhaft zerstört werden.

Laut einer aktuellen Studie kompensieren unsere heimischen Wälder knapp 7% des deutschen co2-Ausstoßes pro Jahr. Damit unsere Wälder diesen wichtigen Beitrag auch zukünftig leisten können, muss dem Waldsterben also durch das Pflanzen neuer Bäume entgegengewirkt werden.

Deswegen schlage ich für den kommenden Herbst eine zeitlich begrenzte ökologische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vor. Langzeitarbeitslose, Hartz-IV Empfänger, Asylbewerber und Migranten die noch keinen Flüchtlingsstatus oder eine Aufenthaltserlaubnis haben und deswegen nicht arbeiten dürfen, sollen im großen Stil Bäume pflanzen. Diese Maßnahme halte ich aus vielerlei Gründen für sinnvoll. Es kommt nachhaltig unserer Umwelt zugute, steigert die soziale und gesellschaftliche Anerkennung und damit auch das Selbstwertgefühl von Hartz-IV Empfängern und dient zugleich der Integration der Zugewanderten. Denn sie können sich so mit der heimischen Flora vertraut machen und leisten einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft. Ich halte es für unerlässlich, dass besonders Flüchtlinge und Migranten uns in Notlagen zur Seite stehen, so wie wir ihnen zur Seite standen“.