Weiler fordert Ausbildungszuschuss für das Handwerk

Ben Koppe Arbeit und soziale Sicherheit, Bildung, Ländlicher Raum, Schule, Thüringen

Berlin.- In einem Brief an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, setzt sich der direktgewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert H. Weiler (CDU), für einen staatlichen Zuschuss in der Ausbildungsvergütung im Handwerk ein.

„Das deutsche Handwerk steht für Qualität und eine lange erfolgreiche Tradition. Leider entscheiden sich junge Menschen immer seltener für eine handwerkliche Ausbildung. Ein Hauptgrund ist die vergleichsweise geringe Ausbildungsvergütung. Ich fordere daher einen staatlichen Lohnzuschuss in der Handwerksausbildung“, so Weiler.

In einem Gespräch mit Vertretern der Arbeitsagenturen und Jobcenter in seinem Wahlkreis wurde erneut darauf hingewiesen, dass das Handwerk unter den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen nicht mehr vertreten sei. Ohne qualifizierten Nachwuchs könnten viele Betriebe ihre Arbeit nicht mehr fortsetzen. Die schlechte Ausbildungsvergütung sei ein Hauptgrund dafür, warum junge Menschen eine Handwerksausbildung meiden. Zum Vergleich: In den neuen Bundesländern liege die Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk im ersten Ausbildungsjahr bei nur 269 Euro pro Monat.

Auszubildende im Bankgewerbe verdienten mit rund 973 Euro pro Monat mehr als das Doppelte.

„Viele Jugendliche sind direkt an mich herangetreten. Sie erzählten, dass Ihnen nicht einmal genug Geld bliebe, um für die Fahrtkosten aufzukommen. Die meisten können sich kein eigenes Auto während der Ausbildung leisten. Gerade im ländlichen Raum können die Anfahrtswege aber sehr lang sein“, berichtet der Abgeordnete.

Als gelernter Elektroanlageninstallateur, Energieanlagenelektroniker und Lokomotivführer kennt Weiler sich mit den Herausforderungen im Handwerksbereich aus eigener Erfahrung gut aus. Im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales macht sich der Abgeordnete regelmäßig für die Belange des Handwerks auf Bundesebene stark.