Weiler: „Flüchtlinge frühzeitig in den Arbeitsmarkt integrieren.“

Arbeit, Arbeitsmarkt

Berlin. – Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis, Albert H. Weiler (CDU), unterstützt die frühzeitige Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten. Das Ziel des Modellprojektes der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit ist, dass diese Menschen früher eine Beschäftigung oder eine Ausbildung antreten können und damit schneller eine Perspektive in Deutschland bekommen.

Dabei setzen die Arbeitsagenturen auf eine frühzeitige Intervention. Noch bevor die betroffenen Flüchtlinge den offiziellen Aufenthaltstitel haben, investieren die Arbeitsagenturen beispielsweise in deren Deutschkenntnisse. „Den vollständigen Zugang zu diesen Förderungen sollten wir mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten frühzeitig sicherstellen“, sagt Albert Weiler als zuständiger Berichterstatter für die Agentur für Arbeit und das Sozialgesetzbuch III. Vermittlungsunterstützende Leistungen wie Maßnahmen zur Kompetenzfeststellung und Kenntnisvermittlung zu den Spezifika des deutschen Arbeitsmarktes (§§ 44,45 SGB III) sowie berufliche Weiterbildung (§§ 81 ff. SGB III) könnten durch kleine Gesetzesänderungen große Wirkung entfalten.

Als einziges Thüringer Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales schlägt Albert Weiler vor: „Im Gespräch mit Unternehmern aus meinem Wahlkreis und der IHK Ostthüringen erlebe ich, dass diese durchaus bereit sind, qualifizierte Flüchtlinge in ihre Firmen zu integrieren.“ Jeder Flüchtling bringe unterschiedliche Voraussetzungen mit und hat Potenzial, dass wir aufgrund unserer Fachkräftemangels in Deutschland dringend benötigen. „Dieses Potenzial der Flüchtlinge muss für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft stärker berücksichtigt werden. Mit Hilfe von Drittmitteln von Firmen, klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Verbänden könnten mehr Flüchtlinge als Fachkräfte aus- und weitergebildet werden. Dies wäre ein weiterer Schritt, um den Fachkräftemangel einzudämmen. Die Flüchtlinge wollen arbeiten und bringen oft sehr gute Ausbildungen mit“, betont Albert Weiler.

Das Modellprojekt ist vorerst bis Dezember 2015 geplant und auf 9 größere Standorte wie Bremen, Dresden und Köln eingegrenzt. Albert Weiler ergänzt, dass das Pilotprojekt auch auf den ländlichen Raum ausgeweitet werden muss: „Es ist sinnvoll, dass Projekt in Großstädten mit einer großen Zahl von Flüchtlingen zu testen. Allerdings muss ein solches Projekt auch im ländlichen Raum laufen, damit dieser gestärkt wird und sich dort die nötige Akzeptanz gegenüber Flüchtlingen vergrößert.“