Weiler drängt auf schnelle Einführung des Azubi-Tickets

Bildung

Der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert H. Weiler (CDU) fordert die schnelle Einführung eines thüringenweiten Azubi-Tickets.

 

„Um unsere bewährte duale Ausbildung weiter erfolgreich durchführen zu können, bedarf es einer vernünftigen Infrastruktur. Dass in Thüringen Ausbildungsgänge an einigen Standorten abgeschafft bzw. ganze Berufsschulstandorte geschlossen werden, ist für viele der Jugendlichen ein großes Problem. Die Auszubildenden sind oft mit langen Fahrzeiten zu ihren Ausbildungsstätten und den damit verbundenen hohen Kosten konfrontiert. Dies umso mehr, weil viele der Auszubildenden noch nicht mobil sind. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass die Einführung eines thüringenweiten Azubi-Tickets schnell wieder auf die politische Agenda kommt. Gerade auch mit Blick auf den Fachkräftemangel sollte die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die unseren Nachwuchs bei der Ausbildung unterstützen und ihnen diese nicht unnötig erschweren oder sie sogar abschrecken“, stellt Weiler fest.

Studentinnen und Studenten können mit dem sogenannten Semesterticket kostenlos in ganz Thüringen den Nahverkehr nutzen. Im Durchschnitt zahlt ein Thüringer Student 17,15 Euro/Monat für ein thüringenweit gültiges Ticket des SPNV, ein Nahverkehrsticket des ÖPNVs und, abhängig vom Hochschulstandort, des VMTs (Verkehrsverbund Mittelthüringen).

Thüringer Auszubildende zahlen ein Vielfaches mehr für ihre täglichen Wege zum Ausbildungsbetrieb und zur Berufsschule. Allein ein Nahverkehrsticket für Erfurt kostet einen Auszubildenden 37,90 Euro/Monat (ermäßigter Zeitfahrausweis). Mit deutlich höheren Kosten ist zu rechnen, sobald für die Wege mehrere Verkehrsverbünde genutzt werden. Kosten von über 100 Euro/Monat sind keine Seltenheit.

Die Vergütungen der Auszubildenden variieren stark. Im Friseurhandwerk sind es im Mittel 250 Euro/Monat Ausbildungsvergütung und in den Baugewerken können es auch über 700 Euro/Monat sein. Aber selbst für die „Spitzenverdiener“ unter den Auszubildenden wäre es eine große finanzielle Erleichterung, wenn auch sie ein Azubi-Ticket analog dem Semesterticket nutzen können.

„Die Attraktivität der Ausbildung würde damit deutlich gesteigert“, ist sich Weiler sicher.