Weiler diskutiert mit Schülern die Legalisierung von Cannabis

Ben Koppe Bildung, Kinder und Jugend, Schule

Camburg. Sozialkundeunterricht der besonderen Art gab es in dieser Woche an der staatlichen Regelschule „Unter den Dornburger Schlössern“ in Dorndorf. Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) stand den Schülern der 9. und 10. Klassen zwei Stunden Rede und Antwort. Im ersten Teil des Unterrichts erklärte Weiler mit Hilfe von Tafel und Kreide ausführlich, wie Wahlen funktionieren und wie ein Koalitionsvertrag entsteht. Da er selbst als einziger Vertreter Ostdeutschlands für den Bereich Arbeit und Soziales in den Koalitionsverhandlungen mitgewirkt hat, konnte Weiler den Schülern direkt aus der Praxis berichten.

Anschließend erklärte der Bundestagsabgeordnete den Schülern noch, wie ein Gesetz entsteht. Das selbst gewählte Thema der Schüler: Legalisierung von Cannabis. „Darauf hätte ich wetten können“, kommentierte Weiler schmunzelnd und malte den Schülern an die Tafel, welchen Weg eine Gesetzesvorlage durch die Arbeitsgemeinschaften bis ins Parlament hinter sich bringt. Dabei vergaß er nicht zu erwähnen, dass mit der aktuellen Regierung die Legalisierung von Cannabis nicht zu machen ist.

In der abschließenden Fragerunde waren die Schüler besonders daran interessiert, wie viel ein Abgeordneter verdient und ob Weiler die Nummer von Kanzlerin Merkel habe. Tiefgründiger wurde es aber bei der Frage, warum er in die Politik gegangen sei. „Um mitzugestalten. Wer will, dass sich etwas verändert, der muss sich einbringen. Immer nur meckern ist nicht der richtige Weg“, antwortete Weiler, der es mit Erich Kästners Spruch „es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ hält. Daher forderte er die Schüler schließlich auf, selbst aktiv zu werden und sich beispielsweise in Vereinen zu engagieren.