Weiler: Die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee darf nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Robert Weiß Geschichte

Berlin. – Der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert Weiler (CDU), kritisiert die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee auf das Schärfste. „Ich bin entsetzt über die Nachricht, dass dieses große Gotteshaus der Christenheit, was zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, nun auf Wunsch des türkischen Präsidenten Erdogan in eine Moschee umgewandelt wird. Das ist eine Provokation und Beleidigung für die gesamte christliche Welt. Ich fordere die EU sowie die UNESCO auf, diese Provokation nicht hinzunehmen“, so Weiler.

Der Thüringer Abgeordnete stellt somit den Sinn der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in Frage. Der Respekt vor der religiösen Vielfalt sowie dem nationalen und internationalen Kulturerbe solle für jedes Land, welches einen EU-Betritt anstrebt, selbstverständlich sein. Das Verhalten der türkischen Regierung entspreche keinerlei den europäischen Wertvorstellungen und dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben.      

Weiler ruft zugleich alle Gläubigen, die sich mit der Hagia Sophia verbunden fühlen, zur Ruhe und Besonnenheit auf. 

Das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei hatte am Freitag den Status der Hagia Sophia als Museum aberkannt. Daraufhin ordnete Präsident Erdogan an, das Gebäude für das islamische Gebet zu öffnen.