Weiler: Deutsche Landwirtschaft nicht gefährden

Ben Koppe Bund, Deutschland, Ländlicher Raum, Landwirtschaft, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Mittelstand, Thüringen, Umwelt

Der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU), stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, zeigt großes Verständnis für die deutschlandweiten Proteste unserer Landwirte. „Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass unsere Bauern die Nase von der ständigen Bevormundung durch die Politik voll haben. Unsere Landwirte ernähren uns mit ihrer Arbeit. Eine Arbeit, die keinen Feierabend und kein Wochenende kennt. Von denen, die über unsere Bauern schimpfen und für immer mehr Vorschriften, Umweltschutz und die Abschaffung von Pestiziden demonstrieren gehen, möchte mit Sicherheit nicht ein einziger früh um 5 im Stall sein, ausmisten, das Vieh füttern und danach bei Wind und Wetter auf dem Feld die Ernte einfahren. Ich erwarte für unsere Bauern mehr Anerkennung und Respekt.“

Den Anstoß zu den Protesten der Landwirte gibt ein Agrarpaket, das die Bundesregierung im September vorgestellt hat. Darin vorgesehen ist, dass ab 2021 die Anwendung von biodiverstitätsschädigenden Insektiziden und Herbiziden in Schutzgebieten verboten werden soll. Durch solche Einschränkungen werden Einbußen im Ernteertrag befürchtet.

„Unsere Standards sind schon sehr hoch und können natürlich immer wieder angepasst werden. Aber es darf nicht so weit gehen, dass unsere Bauern die Lust verlieren. Ich teile deshalb ausdrücklich die Meinung des Thüringer Bauernverbands, dass es nicht im Interesse der Verbraucher sein kann, unsere Bauern mit Auflagen in den Ruin zu treiben und am Ende immer mehr Lebensmittel aus dem Ausland importieren zu müssen. Denn es ist auch klar, dass bei Produkten aus dem Ausland die Kontrolle und der Umweltschutz weit von dem entfernt ist, was wir in Deutschland leisten. Außerdem gefährden wir mit immer mehr Auflagen die Zukunft unserer heimischen Betriebe und damit auch die Zukunft des ländlichen Raums“, so Weiler abschließend.