Weiler bittet Ramelow um mehr Impfstoff für den Saale-Orla-Kreis

Robert Weiß Coronavirus, Gesundheit, Kinder und Jugend, Kommunales, Ländlicher Raum, Schule, Thüringen, Wirtschaft

Nachdem bereits am 23.04. der Ruf von Landrat Thomas Fügmann nach mehr Impfstoff in der Thüringer Staatskanzlei verhallt ist, schaltet sich nun der hiesige Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) in die Debatte ein und bittet Ministerpräsident Ramelow in einem Brief um schnelle Hilfe.

„Die Fakten liegen auf dem Tisch: Wir sind Deutschlands Hot Spot Nummer 1, wir sind seit Monaten auf den ersten Plätzen mit dabei, wir sind im Schnitt 2% unter der Impfquote Thüringens und viele über 70-jährige Menschen im Saale-Orla-Kreis sind noch nicht geimpft, weil das Impfzentrum zu dezentral ist. Täglich erreichen mich Hilferufe von Eltern und Unternehmern. Wir brauchen im Saale-Orla-Kreis sofort mehr Impfstoff“, fordert Weiler.  

Der Bund habe die Verteilung des Impfstoffs an die Länder abgegeben, damit vor Ort schnell und effektiv reagiert und verteilt werden könne. Dieser Verantwortung müsse Ramelow jetzt sofort nachkommen und zusätzlichen Impfstoff in den Saale-Orla-Kreis liefern lassen.

Das größte Problem im Kreis sind die seit Monaten geschlossenen Schulen. Aber auch von Unternehmern bekomme Weiler immer wieder Anrufe.

„Allein in der Firma STS sind dutzende Mitarbeiter in Quarantäne. Wie sollen unsere Unternehmen so arbeiten? Und wenn Kinder dieses Jahr ihre Klassenräume nochmal von innen sehen sollen, dann muss schleunigst die Inzidenz gesenkt werden. Das gelingt uns am besten durch zusätzlichen Impfstoff und die Aufhebung der Impfpriorisierung. Deswegen mein Appell an unseren Ministerpräsidenten: Herr Ramelow, bitte handeln Sie jetzt! Binden Sie die Betriebsärzte im Saale-Orla-Kreis mit ein und liefern Sie mehr Impfstoff an unsere Hausärzte. Wir brauchen jetzt von Ihnen schnelle, unbürokratische  und mutige Entscheidungen, damit die Menschen im Saale-Orla-Kreis nicht noch weitere Wochen und Monate im Lockdown verbringen müssen!“