Weiler absolviert Praktikum in Apotheke

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Bad Blankenburg. – Der Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) informierte sich am vergangenen Dienstag ausführlich über die Arbeitsweise der ortsansässigen Apotheker in der „Aesculap-Apotheke“ Bad Blankenburg. „Normalerweise sehe ich die Arbeit auch nur aus Patientensicht und da ist hinter dem Tresen Schluss. Die eigentliche Arbeit beginnt aber dann erst“, äußert sich Weiler beeindruckt. Denn die Geschäftsführerin und studierte Pharmakologin Sylvia Fandrei, welche die Apotheke 1999 übernahm, führte beim mehrstündigen Besuch durch alle Bereiche einer gut sortierten Land-Apotheke.

Hier werden im hauseigenen Labor jährlich zirka 300 Medikamente selbst hergestellt. Nach genauen Rezeptvorgaben und unter häufiger Rückabstimmung werden für den Patienten alle denkbaren Salben, Tabletten und andere Mittel angefertigt. Damit die Heilmittel auch ihren Weg zum Patienten finden, wurde eigens ein Fahrzeug angeschafft und Personal für den Transport eingestellt. Damit beliefert das Team nicht nur das Altersheim in Bad Blankenburg, sondern auch das weitläufige Umland mit vielen kleineren Dörfern. Mit einem Lagerbestand von über 4000 Medikamenten ist die „Aesculap-Apotheke“ jederzeit bestückt. Mehr gehe nicht, da jedes Produkt auch ein Verfallsdatum hätte, so Sylvia Fandrei. Man sei aber jederzeit für alle möglichen Fälle gerüstet. Zudem kommen täglich 6 Lieferungen von zwei Großhändlern in der Apotheke an. Kurzfristige Bestellungen sind somit kein Problem und über Bereitschaftsdienste ist auch nachts die Verfügbarkeit abgesichert. „Geliefert wird hier genauso nach Hause, aber im Gegensatz zu den großen Internet-Apotheken werden die Patienten hier persönlich betreut und auch überwacht. Ohne eine persönliche Beratung geht hier kein Medikament über den Tisch“, so Weiler weiter.

Eines wurde bei diesem Kurz-Praktikum deutlich. Die heimische Apotheke versteht sich als Dienstleister, aber auch verantwortungsvoller Arbeitgeber vor Ort. Besonders für die Mitarbeiter stellt dieser Berufszweig eine Beschäftigung mit weitgehender Planungssicherheit dar. Größte Konkurrenz sei derzeit das wachsende Angebot von Online-Apotheken. Deutschlandweit sei die Zahl erstmals unter die 20.000er Marke gerutscht. Eine besorgniserregende Entwicklung für den heimischen Bundestagsabgeordneten. „Die Apotheke vor Ort gehört für mich absolut in den ländlichen Raum. Wer ein paar Euro beim Online-Großhändler sparen will, sollte sich später nicht über verlorene Arbeitsplätze und fehlende Grundsicherung vor der eigenen Haustür beschweren“, bekräftigt Weiler abschließend.