Tafeln brauchen Unterstützung

Bund, Ehrenamt

Die Tafeln leben vom Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie den Spenden. In Zeiten der Flüchtlingskrise sind sie umso gefragter. Der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert H. Weiler (CDU) traf sich mit seinen Bundestagskollegen Marian Wendt und Dr. Martin Pätzold (beide CDU) sowie Vertretern der ostdeutschen Tafeln, um über aktuelle Fragen zu diskutieren. Für den Thüringer Landesverband der Tafeln waren der Landesvorsitzende Nico Schäfer aus Eisenberg und der Landeslogistiker Hans-Joachim Winkler aus Meiningen vor Ort.

Ein großes Problem stellt die stagnierende Spendenbereitschaft und vor allem die fehlende Logistik bei den Tafeln dar. So sei es schwierig, die Waren aus den zentralen Lagern an die jeweiligen Einrichtungen zu verteilen. Es fehle an finanziellen Ressourcen und Kraftfahrern. Albert Weiler schlug vor, dass er die jeweiligen Speditionen gemeinsam mit seinen Kollegen anschreibt und um Unterstützung bittet: „Dies könnte ein Türöffner sein, damit Leerfahrten von Speditionsfirmen sinnvoll genutzt werden.“ Die Vertreter der ostdeutschen Tafeln nahmen dieses Angebot gerne an. Zudem wies Weiler darauf hin, dass rechtzeitig Gespräche mit den zuständigen Ministerien im Land geführt werden müssen, damit die Tafeln besser im Haushalt berücksichtigt werden.

Es darf laut Albert Weiler nicht weiter der Eindruck in der Bevölkerung entstehen, dass Flüchtlinge bevorzugt behandelt werden. „Es gilt das Gleichbehandlungsprinzip. Jeder der zur Tafel kommt, wird gleich behandelt – egal welcher Herkunft oder welchen Geschlechts. Menschen in Not werden unterstützt. Da werden keine Unterschiede gemacht.“ Die Vertreter der Tafeln stimmten dem zu und bestätigten, dass solche Bedenken teilweise existieren. Allerdings sei man in den Einrichtungen konsequent und es würde keine Ausnahmeregelungen geben. Aus den Erfahrungen als langjähriger Bürgermeister plädiert Albert Weiler erneut dafür, „dass Flüchtlinge schnell in 1-Euro-Jobs integriert werden. Sie könnten gerade in kleinen Gemeinden bei der Erledigung von Aufgaben helfen, die die Gemeinden sonst nicht stemmen können. Dadurch können auch Vorurteile abgebaut, Integration vor Ort geleistet und die deutsche Sprache erlernt werden.“

Albert Weiler dankte den Ehrenamtlern bei den Tafeln für ihren unermüdlichen Einsatz und sicherte eine enge Zusammenarbeit zu.