Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ wird ausgeweitet

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Ab Januar 2017 wird die Langzeitarbeitslosenförderung im Programm „Soziale Teilhabe“ ausgebaut. Sieben Thüringer Jobcenter nehmen zusätzlich teil, kündigen Abgeordneter Manfred Grund, der Sprecher der CDU-Bundestagsabgeordneten aus Thüringen, und der Arbeitsmarktexperte Albert Weiler an. Damit erhalten mehr Menschen, die es besonders schwer auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, die Möglichkeit, dort Fuß zu fassen. „Dieses Programm unterstützt und ergänzt die Bemühungen der Großen Koalition gegen Langzeitarbeitslosigkeit“, zeigt sich Manfred Grund überzeugt.

Bundesweit 90 Jobcenter wurden für die Teilnahme ausgewählt. Bei einer Laufzeit bis Ende 2018 sollen für die Förderung von nunmehr rund 15.000 Plätzen insgesamt bis zu 600 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Seit dem Programmstart in 2015 nehmen bereits 105 Jobcenter an der Umsetzung des Programms teil.

Zielgruppen sind Menschen, die schon lange im Hartz IV-Bezug sind – entweder wegen gesundheitlicher Einschränkungen oder in Bedarfsgemeinschaften mit Kindern.

Neu in Thüringen nehmen die Jobcenter in Gera und im Landkreis Gotha, im Ilm-Kreis, in Saalfeld-Rudolstadt, Sömmerda, Sonneberg und Suhl daran teil. 325 neue Plätze gehören zu Förderung. Fortgeführt wird das Programm in den Jobcentern Greiz (165 Plätze), Hildburghausen (50), Kyffhäuser (40), Nordhausen (300), Unstrut-Hainich (100), Wartburgkreis (100), Weimar (70) und Weimarer Land (50).

Albert Weiler erklärt: „Mit der Einführung des § 16 h in das Sozialgesetzbuch II hat sich der Bundestag für die Förderung schwer erreichbarer junger Menschen stark gemacht. Durch die Konzentration auf die genannten Zielgruppen wollen wir uns weiter besonders für Familien in schweren Lebenslagen einsetzen: Bei der Förderung von Bedarfsgemeinschaften mit Kindern erreicht die Unterstützung nicht nur die Langzeitarbeitslosen selbst, sondern zugleich die im Haushalt lebenden Kinder, die erfahren, dass Beschäftigung eine wichtige Rolle im Leben spielt!“

Gefördert werden Arbeitsverhältnisse, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen. Die Förderung ist als Festbetragsfinanzierung ausgestaltet und beträgt bei 30 Stunden 1.320 Euro. Auch ein Einstieg in die Förderung mit stufenweise erhöhter Anzahl der Wochenstunden ist möglich.