Positive Arbeitsmarktentwicklungen in Ostthüringen

Arbeit, Arbeitsmarkt

Gera/Jena/SHK. –  Auf Einladung der Arbeitsagenturen Jena und Altenburg-Gera nahm der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert H. Weiler (CDU) am Arbeitsmarktgespräch für die Regionen Gera, Jena, Altenburg, Saalfeld-Rudolstadt und den Saale-Holzland-Kreis in der Arbeitsagentur Jena teil.

Insgesamt bewerteten die Teilnehmer die Arbeitsmarktentwicklung in Ostthüringen als positiv. Schon lange nicht mehr waren so viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte zu verzeichnen. Zudem gibt es einen leichten Anstieg auch bei der Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen und mehr Ausbildungsplätze auf dem Ausbildungsmarkt. Diese Entwicklungen wirken sich auch positiv auf Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis aus.

Für Arbeitsmarktpolitiker Albert Weiler, bleibt die Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit ein wichtiges Thema: „Es ist sehr wichtig, Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu geben und fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Jeder wird gebraucht. Sie müssen eine sinnvolle Aufgabe erhalten, damit sie sich als vollständiges Mitglied der Gesellschaft wieder akzeptiert fühlen. Für die Bundesregierung ist der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit ein wichtiges Thema. Allein in diesem Jahr gibt es für Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis zusammen ca. 1,5 Millionen Euro zusätzlich für die Eingliederung in Arbeit für Langzeitarbeitssuchende.“

Die Teilnehmer des Arbeitsmarktgespräches waren sich einig, dass alle Mittel zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit genutzt werden müssten. Leider würde aber das Landesarbeitsmarktprogramm „Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung mit Nachhaltigkeit“ (TIZIAN) sehr hohe bürokratische Hürden setzen. Diese müssten abgebaut werden, um die Arbeit der Agenturen für Arbeit zu erleichtern und effektiver zu machen.

Als wesentlichen Schwerpunkt für die Arbeit 2015 sieht Weiler genau wie die Agentur für Arbeit u.a. Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften auszubilden und zu integrieren. Albert Weiler verwies zudem darauf, dass der Bundestag gerade die Assistierte Ausbildung beschlossen hat, um benachteiligte Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und ohne Schulabschluss noch besser qualifiziert ins Arbeitsleben zu integrieren. Dadurch kann jungen lernbeeinträchtigten sowie sozial benachteiligten Menschen, die aufgrund besonderer Lebensumstände eine betriebliche Ausbildung nicht beginnen, geholfen werden. So bekommen sie eine Chance auf eine Berufsausbildung, erklärt Albert Weiler, der als einziger Thüringer im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales in diesem Bereich tätig ist.