Hilfsfonds für DDR-Heimkinder wird aufgestockt

Bund

Bundestagsabgeordneter Albert Weiler: „Der Fonds ‚Heimerziehung in der DDR‘ wird fortgeführt.“

Berlin. – Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis, Albert H. Weiler (CDU), gibt bekannt, dass der Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ fortgeführt werden kann. Der Fonds soll von derzeit 40 Millionen Euro entsprechend auf bis zu 200 Millionen Euro aufgestockt werden.

„Ich bin froh, dass damit die Finanzierung gesichert ist. Es bleibt auch bei den bisherigen Leistungskriterien und dem bisherigen Leistungsumfang, so dass jeder Betroffene bis zu 10.000 Euro an Leistungen für Folgeschäden des Heimaufenthalts geltend machen kann“, informiert Albert Weiler. Der Bund und die ostdeutschen Länder finanzieren den Fonds je zur Hälfte. Mit dem Geld sollen unter anderem Rentenersatzleistungen, Kuren, Therapien oder Zahnersatz bezahlt werden.

„Die heutigen Erwachsenen wurden damals unter massiven Druck gesetzt. Diese Menschen haben immer noch die psychischen Nachwirkungen aufzuarbeiten und brauchen dringend unsere Unterstützung. Durch die Aufstockung des Fonds haben die Opfer mehr Zeit, das Erlebte nicht weiter zu verdrängen, sondern für sich aufzuarbeiten“, betont der Christdemokrat.

Es bleibt bei der Antragsfrist bis Mitte des Jahres 2016. Eingeführt wird eine Frist, bis zu der Betroffene ihre Ansprüche anmelden müssen. Stichtag für diese Anmeldung ist der 30. September 2014. Die Frist ist sachgerecht, denn nur so können die Behörden schnell und umfassend einen Überblick über die Zahl der Betroffenen erhalten. Es geht dabei nicht um die Antragstellung auf Leistungen, sondern lediglich um die Erklärung, Heimbewohner gewesen zu sein. Der Fonds selbst bleibt bis Mitte 2016 geöffnet.

Für grundsätzliche Auskünfte zu den Anlauf- und Beratungsstellen sei an dieser Stelle folgende Telefonnummer genannt: 0800-1004900. Weitere Informationen gibt es unter www.fonds-heimerziehung.de.

(Pressemitteilung vom 27. Februar 2014)