Hebammen brauchen unbedingt finanzielle Sicherheit

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Albert H. Weiler MdB:  Hebammen brauchen unbedingt finanzielle Sicherheit

Jena. – Die Haftpflichtbeiträge für Hebammen sollen zum 1. Juli 2014 erneut um über 20 Prozent steigen. Demnach sollen freiberufliche Hebammen, die in der Geburtshilfe zuständig sind über 5000 Euro im Jahr für diese Versicherung bezahlen. Um die Problematik der Vergütung freiberuflich tätiger Hebammen aus erster Hand zu hören, traf sich der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Jena, Gera und den Saale-Holzland-Kreis, Albert H. Weiler (CDU), mit Vertreterinnen des Geburtshauses & Mehr e.V. in Jena.

Der Bundestagsabgeordnete hörte sich interessiert die Belange und Nöte der Hebammen an: „Ich verstehe die Sorgen der Frauen. Wir brauchen ein angepasstes und flexibles Versicherungsmodell, damit die Frauen ohne finanzielle Schwierigkeiten ihrem wichtigen Beruf nachgehen können. Dabei muss beispielsweise bei der Haftpflichtversicherung berücksichtigt werden, wie vielen Kindern die einzelne Hebamme auf die Welt hilft.“ 

Christdemokrat Weiler zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Frauen im Geburtshaus. „Wir müssen nicht an morgen, sondern schon an übermorgen denken. Ständig fragen wir uns, wie wir es schaffen, dass in Deutschland mehr Kinder geboren werden. Die Union als Familienpartei muss dafür sorgen, dass Frauen weiterhin die Wahlfreiheit haben, wo sie ihre Kinder zur Welt bringen“, so der Familienvater Weiler.

Die Geschäftsführerin des Geburtshauses Jena, Julia Teckemeyer, bemängelte das fehlende Bewusstsein in der Gesellschaft, was Hebammen tatsächlich leisten: „ Wir können nicht erst 5000 Euro auf den Tisch legen, bevor wir arbeiten dürfen. Mit unserer Arbeit stärken wir die Geburt und somit die Wurzel des Lebens sowie die Familien und letztlich auch die gesamte Gesellschaft.“

Darüber hinaus gab Teckemeyer den Bundestagsabgeordneten zu bedenken: „Es gibt momentan einen Flächenbrand in unserem Land. Es wird bald keine Hebammen mehr geben. Keiner möchte mehr unter diesen Umständen den eigentlich krisensicheren Beruf erlernen.“

Bundestagsabgeordneter Albert Weiler freut sich sehr darüber, dass im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD die Hebammen aufgenommen wurden. Die Situation der Geburtshilfe und der Hebammen soll beobachtet sowie für eine angemessene Vergütung gesorgt werden. Albert Weiler hat sich diesbezüglich bereits an den Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit schriftlich gewandt: „Ich möchte, dass dieser Punkt aus dem Koalitionsvertrag konkreter wird und die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, die es freiberuflichen Hebammen ermöglicht, ohne finanzielle Schwierigkeiten ihren Beruf sorgfältig auszuüben. Ich bleibe da auf jeden Fall dran“, versprach Albert Weiler den Vertreterinnen des Geburtshauses vor Ort.

(Pressemitteilung vom 13.12.2013)