Förderung der Ausbildung von Asylsuchenden

Arbeit, Arbeitsmarkt, Asyl

Die Kreishandwerkerschaft Gera will sich den Aufgaben der bevorstehenden Integration der Flüchtlinge in Thüringen stellen. In einer Diskussion mit dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten für Gera, Jena und Saale-Holzland-Kreis, Albert H. Weiler (CDU), wurden die Herausforderungen an das Handwerk diskutiert.

„Das Handwerk ist ein Baustein der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration in unserem Land. Eine abgeschlossene Ausbildung ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben, “ sagt der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Albert Weiler.

Die Ausbildungsmöglichkeiten und -angebote sind sehr vielseitig, dennoch sind die Anforderungen technisch und technologisch sehr hoch. Die Erfüllung der Anforderungen ist nur mit einer sehr hohen Ausbildungskompetenz in den Berufsschulen und Handwerks-betrieben zu gewährleisten.

Die Kosten der praktischen Ausbildung und die Azubivergütung einer 3 bis 3,5 Jahre langen Ausbildung tragen die Handwerksbetriebe selbst. Die Kosten amortisieren sich in der Regel erst nach zwei bis drei Arbeitsjahren mit erfolgreichem Berufsabschluss im Ausbildungsbetrieb. Die Bleiberechtsszenarien eines Auszubildenden mit Flüchtlingshintergrund sind oft unklar, so dass die Ausbildungsbetriebe auf den Kosten der Ausbildung sitzen bleiben können, gibt Stefan Haase, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft zu bedenken. Aus diesem Grund schlägt er vor, die Handwerksbetriebe durch eine nach Lehrjahren und Tarifvorgaben gestaffelte Ausbildungsförderung zu unterstützen. Dieses Vorgehen würde das Handwerk entlasten und die Bereitschaft zur Ausbildung von Flüchtlingen wesentlich erhöhen.

Albert Weiler als einziges Thüringer Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales unterstützt die Initiative der Kreishandwerkerschaft Gera und wird sich in weiteren Gesprächen für die Förderung der Handwerksbetriebe einsetzen: „Die Agentur für Arbeit stellt bereits ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Verfügung, um die Integration von Flüchtlingen zu unterstützen. Eine künftige Aufgabe wird aus meiner Sicht eine engere Verzahnung zwischen Agentur für Arbeit und Handwerkerschaft sein, um die Angebote bedarfsgerecht für jeden einzelnen Handwerksbetrieb zu analysieren und weitere Synergieeffekte zu erzielen.“