Facharbeitermangel entgegen wirken

Arbeit, Arbeitsmarkt

Facharbeitermangel durch intensiven Austausch zwischen Unternehmen und Schulen entgegen wirken

Gera. – Bei der Podiumsveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) kamen Vertreter der Wirtschaft, Arbeitsvermittlung und Politik zum Thema "Facharbeiter – zweite Wahl oder Wettbewerbsvorteil für‘s Leben?“ im IHK Bildungszentrum Gera miteinander ins Gespräch. Die Podiumsteilnehmer Dr. Bernd-Uwe Althaus (Schulamtsleiter Nordthüringen), Ralph Burghart (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera), Dr. Volker Damrath (Geschäftsführer des Chemiewerks Bad Köstritz GmbH), Peter Höhne (Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen zu Gera) sowie der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Gera, Albert H. Weiler (CDU), waren sich einig, dass ein Facharbeitermangel besteht. Dieser müsse durch verschiedene Lösungsansätze angegangen werden. „Ein intensiver Austausch zwischen den Unternehmen und Schulen ist sehr wichtig. Bei den Schülerinnen und Schüler muss das Interesse für bestimmte Berufe geweckt werden. Die Unternehmen müssen in die Schulen und die Schulen in die Unternehmen gehen“, fordert Albert Weiler. Er ergänzt, dass Firmenvorstellungen im Unterricht effektiver seien, als ständige Unterrichtsausfälle durch lang anhaltende Krankheiten.

Es gilt die Qualität der Bildung aufrechtzuerhalten, da die Standards in der wirtschaftlichen Wertschöpfung nicht abzusenken sind. Gleichzeitig muss darauf hingearbeitet werden, dass die duale Ausbildung und der Facharbeiter wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft erhält. „Man muss wissen, dass man als Facharbeiter auch schmutzig werden kann. Doch es ist ein tolles Gefühl zu sehen wie Werte geschaffen werden“, sagt Albert Weiler, der selber als Elektroanlageninstallateur und Energieanlagenelektroniker seine berufliche Laufbahn begann.