Erste Bürgersprechstunde des Bundestagsabgeordneten Albert Weiler

Ben Koppe Internet, Ländlicher Raum

Zahlreiche Anmeldungen und vielfältige Probleme

Am vergangenen Donnerstag hatte der Bundestagsabgeordnete Albert Weiler zur ersten Bürgersprechstunde ins neue Büro, in der Oberen Straße 17 in Saalfeld, eingeladen. Ab 10:00 Uhr konnten die Bürgerinnen und Bürger mit dem Abgeordneten ins Gespräch kommen und ihre Fragen, Anregungen und Probleme anbringen.

„Die Themenbandbreite einer solchen Sprechstunde ist erfahrungsgemäß sehr groß. Hochwasserschutz, persönliche Angelegenheiten mit Behörden, Probleme mit Bibern, grundsätzliche Fragen zur Regierung und schnelles Internet im ländlichen Raum, waren heute aktuell von Bedeutung. Mir ist es wichtig dabei ein offenes Ohr zu haben und Hilfestellung zu geben, auch wenn man direkt nicht zuständig ist. Die Menschen wollen nicht immer nur vertröstet und wegeschickt werden“, ist Weiler überzeugt.

Und von den Hilfestellungen möchte Harms Luge, Ortsteilbürgermeister von Thälendorf, gerne Gebrauch machen. Thälendorf gehört zu den Dörfern im Landkreis, welches aufgrund der geringen Größe schon seit vielen Jahren Probleme mit dem Ausbau der Infrastruktur für Telekommunikation hat. Die Menschen vor Ort fühlten sich zunehmend abgehängt und wollten auch an der modernen Infrastruktur teilhaben, erklärte Luge grundsätzlich. Richtfunk sei vorhanden, würde aber zunehmend an Grenzen stoßen und ausfallen. Besonders bei diesem Thema ist Weiler, welcher selbst ehrenamtlicher Bürgermeister in der Gemeinde Milda (Saale-Holzland-Kreis, 5 Ortsteile) ist, stets auf dem Laufenden.

„Sinn und Zweck der Fördermittel ist die Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet. Die Menschen in kleineren Ortsteilen gehören neben den Mittelzentren genauso dazu und wollen an der Entwicklung teilhaben, bzw. endlich auf einen normalen Standard kommen. Dafür ist das Geld vorgesehen und das muss bei den Planungen vor Ort mit berücksichtigt werden“, stellt Weiler klar.
Er habe als Bürgermeister und Abgeordneter, durchaus genügend Erfahrungen mit der Thematik. Durchhaltevermögen, Kreativität und Eigeninitiative zur Zielerreichung seien dabei unabdingbar. Deshalb wurde an dieser Stelle nicht lange gezögert und Türen zu neuen Anlaufstellen geöffnet und Kontakte vermittelt.

Grundsätzlich ständen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt genügend Mittel aus dem Bundesprogramm zur Förderung des Breitbandausbaus zur Verfügung. Zunächst wurde in verschiedenen Planungsregionen Beratungs- und Planungsleistungen, die zu 100% durch den Bund gefördert wurden, in Auftrag geben. Aktuell beläuft sich die zugesicherte Höhe der Fördermittel vom Bund auf 12,6 Millionen Euro im gesamten Landkreis. Für den Bereich Uhlstädt-Kirchhasel, Remda-Teichel, Königsee-Rottenbach, Bad Blankenburg, das Schwarzatal sowie die Bergbahnregion wurden rund 5 Millionen Euro bewilligt. Hier sollen mithilfe der Fördermittel zirka 1500 Haushalte und rund 150 Unternehmen zuverlässig mit Brandbreiten von mindestens 50Mbit pro Sekunde versorgt werden. Die Aufgabe der gemeindlichen Breitbandversorgung hätte bereits 2016 der Landkreis übernommen.