DDR-Heimkinder benötigen weiterhin finanzielle Unterstützung

Bund

Bundestagsabgeordneter Albert Weiler: „DDR-Heimkinder benötigen weiterhin finanzielle Unterstützung.“

Berlin. – Im Frühjahr 2014 werden nach Informationen der Bundesregierung die für den Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 40 Millionen aufgebraucht sein. Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Gera, Jena und den Saale-Holzland-Kreis, Albert H. Weiler (CDU), ist besorgt über mögliche finanzielle Einschränkungen für die Aufarbeitungsarbeit traumatisierter Heimkinder in der ehemaligen DDR.

„SED und das Ministerium für Staatssicherheit sind m. E. mitverantwortlich für die Leiden und psychischen Erkrankungen der betroffenen Kinder. Sie haben die heutigen Erwachsenen damals unter massiven Druck gesetzt. Diese Menschen haben immer noch die psychischen Nachwirkungen aufzuarbeiten und brauchen Hilfe“, betont Albert Weiler.

Erst ein Bruchteil der Betroffenen hätten die finanziellen Leistungen in Anspruch genommen. Daher fordert der Thüringer Bundestagsabgeordnete Albert Weiler, dass der Fonds aufgestockt werden muss. „Es kann nicht sein, dass die Frist für die Beantragung der Leistung bereits Mitte des Jahres 2014 enden soll. Die Opfer brauchen Zeit, um das Erlebte nicht weiter zu verdrängen, sondern für sich aufzuarbeiten. Dieses DDR-Unrecht darf nicht in Vergessenheit geraten, denn die Dunkelziffer der Betroffenen ist groß“, ist sich der Christdemokrat sicher.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geht davon aus, dass ein weiterer Bedarf von mindestens 140 Millionen Euro besteht. Es haben bereits diverse Sitzungen stattgefunden, um das Liquiditätsproblem zu lösen. „Wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die finanzielle Leistungsfähigkeit des Fonds für die Heimkinder Ost sicherzustellen. Daran müssen wir uns als Große Koalition auch halten“, drängt Albert Weiler. 

Bislang konnten sich die Ländervertreter noch nicht auf eine entsprechende Summe einigen, sodass eine erneute Sitzung notwendig ist.

Im Juli 2012 wurde der Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ mit 40 Millionen Euro ausgestattet. Dieser Fonds soll Menschen unterstützen, die zwischen 1949 und 1990 in Kinder- und Jugendheimen der DDR untergebracht waren und schweres Leid sowie Unrecht erfahren haben. Der Fonds läuft im Juli 2016 aus.

(Pressemitteilung vom 14. Februar 2014)