Dauerlockdown sofort beenden | Außengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen öffen | Wissenschaft einbeziehen

Robert Weiß CDU, Coronavirus, Deutschland, Familie, Gesundheit, Thüringen

Um sofort Öffnungen zu ermöglichen, die Infektionszahlen zu senken aus dem Dauerlockdown rauszukommen, müssen wir das Rad nicht neu erfinden. Gute Vorschläge liegen seit langem auf dem Tisch:

  1. Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung auf das Maximum ausdehnen. Damit wird kurzfristig eine erheblich größere Anzahl an Menschen eine Grundimmunisierung gegen Covid-19 erhalten und schwere Krankheitsverläufe werden seltener.
  2. Zulassungsänderung bei Biontech prüfen: 7 Dosen statt bisher 6 aus einer Ampulle ziehen. Es wurden bereits hunderttausende mögliche Impfungen einfach weggeschmissen, weil die 7. Dosis nicht aus der Ampulle aufgezogen wird.
  3. Außengastronomie öffnen und Möglichkeiten schaffen, dass sich Freunde und Familien ganz normal treffen können. An der frischen Luft können laut führenden Aerosolforschern Infektionen quasi ausgeschlossen werden. Die aktuellen Maßnahmen treiben die Menschen dazu, sich heimlich in Privaträumen zu treffen und erhöhen folglich die Infektionszahlen. Die Ansteckungen passieren erwiesenermaßen im Privaten, weil der Staat es den Menschen nicht zutraut, dass sie sich verantwortungsbewusst im öffentlichen Raum mit Freunden und Familien treffen.
  4. Einbeziehen von wissenschaftlichen Statistiken, wo die Ansteckungen stattfinden. Eine Studie der TU Berlin belegt beispielsweise, dass der situationsbedingte R-Wert in einem Theater bei 30% Belegung 0,5 ist. Im Supermarkt mit Maske ist der situationsbedingte R-Wert laut Studie bei 1,0, beim Shopping mit 10 qm pro Kunde bei 1,1. Wenn wir von den Bürgerinnen und Bürgern verlangen, jetzt nochmal „für ein paar Wochen die Zähne zusammenzubeißen“, dann muss man den Menschen etwas geben, um diese Zeit erträglicher zu gestalten. Also Theatervorstellungen, Comedyshows, Kinos und Einzelhandel öffnen. Das Ansteckungsrisiko ist überschaubar!
  5. Einbeziehung des Bundestages vor jeder Ministerpräsidentenkonferenz. Der Bundestag muss über die Beschlussvorlagen der MPK wenigstens schriftlich vorab informiert werden. Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sowie die Kanzlerin müssen sich die Legitimation der gewählten Volksvertreter holen. Es ist schließlich die Aufgabe des Bundestages parlamentarische Kontrolle über die Regierung auszuüben und im Sinne des Volkes zu regieren. Im Übrigen würden solche Maßnahmen wie die „Osterruhe“ durch eine Vorabinformation an die Abgeordneten bereits im Vorfeld aus dem Rennen genommen werden können. Die Akzeptanz von Maßnahmen würde dadurch gesteigert werden.

Kurzum: Wenn schon nicht genug Impfstoff vorhanden ist, dann müssen mit den verfügbaren Dosen mehr Menschen grundimmunisiert werden, die Akzeptanz von Maßnahmen muss durch die Einbeziehung des Bundestages erhöht werden und es müssen Ventile geschaffen werden, damit die Bürgerinnen und Bürger SOFORT ein Stück Lebensqualität zurückbekommen.