Bundesregierung fördert Bauhaus-Töpfereien in Dornburg mit 56.000 Euro

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Berlin/SHK. – Im Rahmen des Programms „Investition für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ fördert die Bundesregierung mit bis zu 56.000 Euro im Haushaltsjahr 2015 die Sanierung und Ausstattung der Bauhaus-Töpfereien der Familie Krehan und im Marstall in Dornburg. Die Kulturstaatsministerin bei der Bundeskanzlerin, Prof. Monika Grütters MdB, informierte dazu den Bundestagsabgeordneten Albert Weiler (CDU), der sich gemeinsam mit dem Stellv. Bürgermeister von Bürgel, Johann Waschnewski (CDU), für die Förderung auf Bundesebene eingesetzt hat.

„Gemeinsam mit dem Förderkreis Keramik-Museum Bürgel und Dornburger Keramik-Werkstatt ist es uns gelungen, die nationale Bedeutung der Bauhaus-Töpfereien mit einer finanziellen Förderung zu untersetzen. Gerade auch in Hinblick auf die Internationale Bauausstellung sind die Töpfereien ein wichtiger Baustein, damit das IBA-Projekt in Dornburg Erfolg hat“, dankte Weiler auch den Förderkreisvorsitzenden Michael Jurkschat, den ehemaligen und neuen Museumsleiter, Herrn Dr. Häder und Herrn Kessler, sowie den Bürgermeistern Dorothea Storch und Klaus Sammer, die das Projekt in Dornburg vorantreiben.

„Am Keramikmuseum Bürgel mit den Werkstätten in Dornburg zeigt sich, wie interkommunale Zusammenarbeit als gegenseitige kulturelle Ergänzung gut funktionieren kann. Mit den Synergien aus beiden Standorten kann einerseits die Tradition des Töpferhandwerkes besser bewahrt und andererseits der Tourismus in der Region belebt werden. Daher ist die Sanierung in Dornburg auch ein Gewinn für Bürgel, von wo aus die museale Betreibung koordiniert wird“, erklärte Waschnewski als Stellv. Bürgermeister von Bürgel, der auch im Vorstand des Förderkreises vertreten ist.

Insgesamt über zwei Milliarden Euro hat der Bund seit der Wiedervereinigung in die Kulturlandschaft Ostdeutschlands investiert. Vor allem mit dem Investitionsprogramm "Kultur in den Neuen Ländern" unterstützte er Länder und Kommunen dabei, ihre Kultureinrichtungen attraktiver zu gestalten, wichtige historische Gebäude zu modernisieren und die internationale Ausstrahlung von Spitzeninstitutionen zu erhöhen. Zwischen 1999 und 2003 wurden für dieses Programm rund 150 Millionen Euro bereitgestellt.

Mit dem Förderprogramm "Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland" setzt der Bund seit 2004 seine Unterstützung für die Kulturarbeit in den neuen Bundesländern fort. In dieser Zeit hat der Bund rund 72 Mio. Euro für herausragende Kultureinrichtungen und -projekte bereitgestellt. Die Neuen Länder leisten dabei einen Betrag in mindestens gleicher Höhe.