Bundesländer müssen konsequenter abschieben

Ben Koppe Asyl, Integration, Ländlicher Raum

Pößneck. Am vergangen Freitag lud der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) zu seiner ersten Bürgersprechstunde in sein Wahlkreisbüro Pößneck ein. Die Bandbreite der besprochenen Themen reichte von Waffenexporten, über Miete und Kindergeld bis Rente. Ein zentrales Thema allerdings, das die Volksseele seit Jahren beschäftigt, in Berlin aber nicht angemessen Beachtung zu finden scheint, war erneut die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

„Egal mit wem man sich heute unterhält und egal welchen thematischen Ausgangspunkt ein Gespräch heute hat, man landet immer beim Thema Flüchtlinge. Das muss uns doch nachdenklich stimmen. Bei mir erhärtet sich der Eindruck, dass dieses Thema in der Käseglocke Berlin kleingeredet wird. Es ist, als stünde ein Elefant im Garten und je weiter oben man im Haus wohnt, desto kleiner scheint er zu werden. Die Menschen in den Kommunen sehen den Elefanten vom Erdgeschoss aus in voller Größe. Der Balkon vom Kanzleramt, direkt unter dem Dach ist aber so weit oben, dass der Elefant offenbar so klein ist, dass er maximal noch am Rande wahrgenommen wird. Die Vogelperspektive trügt allerdings und spiegelt nicht die Stimmung in der Bevölkerung wieder.

Als ehrenamtlicher Bürgermeister einer kleinen Gemeinde habe ich mein Ohr, im Gegensatz zu vielen anderen Entscheidungsträgern in unserem Land, jeden Tag nah am Bürger. Ich stehe also täglich im Erdgeschoss und sehe diesen Elefanten in voller Größe. Wir dürfen die Augen nicht verschließen, vor dem was gegenwärtig in unserem Land geschieht. Die Entwicklungen der letzten Jahre, mit so vielen Arbeitsplätzen wie nie zu vor, so hohen Löhne wie nie zu vor und der niedrigsten Arbeitslosenquote seit über 20 Jahren, sind große Erfolge für unser Land. Allerdings droht aktuell eine tiefe, vielleicht unumkehrbare Spaltung unserer Gesellschaft. Diese werden wir nur stoppen können, wenn wir endlich offen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Verfehlungen in der Flüchtlingspolitik sprechen und die Bundesländer konsequenter abschieben“, warnt Weiler eindringlich.

Zudem muss, wer in Deutschland Sozialleistungen empfängt, seinen Dienst für die Gemeinschaft leisten. Dies gelte allerdings nicht nur für Ausländer, sondern auch für Deutsche, so Weiler abschließend.