Bund fördert Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth mit 1,2 Millionen Euro in 2018

Ben Koppe Bildung, Bund, Deutschland, Geschichte, Thüringen

Berlin/Mödlareuth. – Der Haushaltsausschuss im Deutschen Bundestag beschloss gestern auf Antrag der CDU-/CSU-Fraktion und SPD die Förderung des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth mit 1,2 Millionen Euro für 2018. Der für den Saale-Orla-Kreis zuständige direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) begrüßt diese Entscheidung. „Leider haben viele Deutsche in Ost und West über die Jahre vergessen, welcher Segen die Wiedervereinigung für unser Volk ist. Wir dürfen uns nicht nur in den wenigen Wochen der Fußballweltmeisterschaft als eine geeinte Nation betrachten, sondern müssen es auch in unserem Alltag konsequenter leben. Orte wie Mödlareuth helfen, dass wir uns unserer Geschichte und Verantwortung gegenüber künftigen Generationen bewusst werden. Daher freut mich die Weiterführung der Förderung dieser bedeutsamen Städte der deutsch-deutschen Geschichte durch den Bund sehr.“

Die Mödlareuther entschieden sich nach dem Mauerfall bewusst dafür, die Spuren der innerdeutschen Grenze nicht vollständig zu entfernen, die ihre Gemeinde über vier Jahrzehnte in Ost und West teilte. Es entstand ein einzigartiges Museum, das die wechselvolle deutsch-deutsche Geschichte dokumentiert und gleichzeitig zu Freiheit und Demokratie mahnt. Der Bund hatte bereits in der Vergangenheit das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth gefördert.