Bildungsminister Helmut Holter folgt Einladung von Albert Weiler nach Milda

Ben Koppe Bildung, Kinderbetreuung, Kommunales, Ländlicher Raum, Schule, Thüringen

Milda. Der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter ist am Montag der Einladung des direkt gewählten Bundestagsabgeordneten und ehrenamtlichen Bürgermeister Mildas Albert Weiler (CDU) gefolgt. In einer vierstündigen Tour durch die Gemeinde wurde dem Minister die Bildungslandschaft des Ortes vorgestellt.

„Ich bin Herrn Holter sehr dankbar, dass er sich die Zeit genommen hat, sich unser Bildungsangebot anzuschauen. Vom ersten Lebensjahr bis zum Abitur gibt es in Milda eine hervorragende bildungsmäßige Rundumversorgung. Das ist für eine Gemeinde in unserer Größenordnung in Thüringen einmalig“, erklärte Weiler.

Erste Station war der Kindergarten „Kneippzwerge“. Minister Holter sah in den aufgeweckten Kindern bereits kommende Bundeskanzler und Bundespräsidenten. Auf seine Frage, wer denn mal Bildungsminister wird, meldete sich die Leiterin des Kindergartens Kati Güther. Sie komme schließlich aus der Praxis und wisse genau wo der Schuh drückt. Pflichtgemäß erkundigte sich Holter, welche Missstände sie ihm mit auf den Weg geben kann. Besonders die ungenügende Ausbildung von Erziehern stößt Frau Güther auf. „Früher mussten wir studiert haben, heute werden Pfleger in Kindergärten eingestellt. Mit Pflegern können wir aber unserem Bildungsauftrag nicht gerecht werden.“ Auch die ungenügende Einbindung in die Praxis während der Ausbildung sei ein großes Manko.

Fortgesetzt wurde der Rundgang dann in der Freien Ganztagsschule. Schulleiter Carsten Krüger klärte gemeinsam mit den Schülersprechern und Lehrern über das Konzept der Schule auf. Dabei kam auch das Thema Schüleraustausch zwischen Deutschland und Armenien auf.
Von Seiten der Schule ist man sehr stark daran interessiert, den bisher einmaligen Austausch zu wiederholen. „Unseren Schülern wird ein Austausch z.B. zwischen Frankreich, Tschechien und auch Armenien und Deutschland geboten. Dazu braucht es natürlich noch Unterstützung. Ich freue mich, dass der Thüringer Bildungsminister sich dafür einsetzt“, so Weiler.

Holter, der mit einer Armenierin verheiratet ist, hat selbst eine starke Bindung zu dem Land und stimmte Weiler zu, dass man den schulischen Austausch zwischen Deutschland und Armenien verstärken muss.

„Armenien ist orientiert nach Russland als Schutzmacht, aber auch absolut europäisch ausgerichtet. Deshalb kann Armenien als Brücke eine wichtige Rolle zur Normalisierung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Russland beitragen. Schließlich muss unser Ziel sein, die Sanktionen gegen Russland zurückzufahren und mit Russland wieder eine stabile und belastbare Partnerschaft zu haben“, so Weiler abschließend.