Besuch aus dem Bundestag bei Lebenshilfe Saalfeld-Rudolstadt

Ben Koppe Familie, Kinder und Jugend, Kinderbetreuung, Teilhabe behinderter Menschen

„Die wahren Probleme, die erfährt man immer nur vor Ort, wenn man ins Gespräch kommt“, sagte Albert Weiler. Dieses Gespräch suchte der direkt gewählte Bundestagsabgeordneter und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, als er die Lebenshilfe im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt besuchte.

Vorstandmitglied Simone Hübner hatte sich neben dem Alltagsgeschäft Zeit genommen, um in einem ersten Treffen für die Arbeit vor Ort zu werben. Mit zirka 200 Mitgliedern ist der gemeinnützige Verein, der sich seit seiner Gründung 1990 für die Interessen von Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörigen in der Region einsetzt, schon längst ein wichtige soziale Säule im Landkreis. Um diesem Ziel gerecht zu werden, werden betroffene Menschen mit zahlreichen Einrichtungen und Diensten unterstützt. Unter anderem unterhält der Verein neben integrativen Kindergärten in Saalfeld und Rudolstadt, einem Waldkindergarten und Kindergrippen, auch familienentlastende Dienste, eine interdisziplinäre Frühförderstelle, betreute Wohnangebote und Wohnstätten, aber auch einen Reiseservice.

Besonders der Reiseservice hatte das Interesse von Albert Weiler geweckt. „Ab und an mal einen Tapetenwechsel ist für jeden wichtig. Für Menschen mit einer Behinderung ist dies natürlich eine besondere Herausforderung. Ich bin begeistert, dass es ehrenamtliche Helfer gibt, welche dies ermöglichen. Das verdient meinen uneingeschränkten Respekt“, erklärt Weiler.

Auch über andere Themen, wie den Fachkräftemangel und die Sprachförderung des Bundes, wurde ausgiebig gesprochen. Die Kindereinrichtungen des Vereins profitieren bereits heute von 1,5 finanzierten Stellen. Frau Hübner betonte ausdrücklich, dass diese Fachbetreuung sehr positiv für die Entwicklung der Kinder sei und nicht entfallen dürfe. Für den Bundestagsabgeordneten sei es genau deshalb enorm wichtig diese Themen immer wieder zu hinterfragen und in die Ausschussarbeit einfließen zu lassen. Weitere Treffen würden in den nächsten Monaten abgestimmt, um auch mit weiteren Trägern ins Gespräch zu kommen und anstehende Problem gemeinsam anzugehen.