Bestnote im Bildungsmonitor ist Augenwischerei

Ben Koppe Bildung

Laut aktuellem Bildungsmonitor des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, der vergangene Woche veröffentlicht wurde, liegt Thüringen im Bildungsbereich auf den vorderen Rängen. Ein ausgewogenes Betreuungsverhältnis, genügend Kita- und Hortplätze, eine gute berufliche Bildung – nur die Sachsen wären im Ländervergleich etwas besser. Fast könnte man meinen, dass es in unserem Bildungssystem keine Probleme gäbe.

Das sieht der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Albert Weiler (CDU) jedoch anders. „Derartige statistische Erhebungen verleiten gern dazu, die realen Verhältnisse auszublenden. Anders kann ich mir es sonst nicht erklären, dass mich regelmäßig Lehrer, Schüler und Eltern auf die mitunter katastrophalen Zustände an den Schulen in unserer Region ansprechen, wenn mir von Personalmangel, Stundenausfällen und fehlenden Betreuungsplätzen berichtet wird. Von Bestnoten im Bildungsbereich sind wir auch in Thüringen weit entfernt“, so Weiler.

Tatsächlich zeigt die Statistik bei genauerer Betrachtung viele offene Probleme im Bundesland der Dichter und Denker, beispielsweise bei den Sprachkompetenzen. „In der Bildung liegt unsere gesellschaftliche Zukunft. Wir müssen in den kommenden Jahren meiner Meinung nach deutlich höhere Investitionen in diesem Bereich vornehmen, um auch im internationalen Vergleich nicht zurück zu fallen. Auch wenn der Bildungssektor Angelegenheit der Länder ist, werde ich mich in Zukunft in Berlin weiter für die Verbesserung der Bildung in unserer Heimat stark machen.“