Albert Weiler spricht zum 100. Jahrestag des Völkermordes in Armenien

Ohne Kategorie

Berlin/Jerewan. – Als einziger Abgeordneter des Deutschen Bundestages sprach der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert H. Weiler, zum 100. Gedenktag des Völkermordes der Jungtürken an den Armeniern im Rahmen des armenischen Gedenkforums „Against the Crime of Genocide“ in Jerewan. In seiner Rede positioniert er sich klar: „Ich bezeichne die türkischen Gräueltaten gegenüber den Armeniern als Völkermord. Vor dem Hintergrund unserer deutschen Erfahrungen mit dem Holocaust möchte ich die Türkei ermutigen durch Anerkennung und kritischer Aufarbeitung der eigenen Geschichte das Erfahren zu können, was uns Deutschen zu Teil wurde: Vergebung und Versöhnung. Denn nur wer sich bekennt, dem kann vergeben werden.“

 

Im Jahr 2014 besuchte Albert Weiler zum ersten Mal das Land Armenien. Diese Reise beindruckte ihn persönlich nachhaltig: „Armenien ist ein Land mit sehr alter christlicher Tradition, das seit seiner Unabhängigkeit 1991 einen demokratischen Weg eingeschlagen hat, den es zu unterstützen gilt.“ Aus diesem Grund hat er sich das Ziel gesteckt, ein deutsch-armenisches Forum zu gründen, um das Verständnis für Armenien in Deutschland zu fördern und damit einen Beitrag zu den deutsch-armenischen Beziehungen auf allen Ebenen zu leisten. „Das Forum soll das südkaukasische Land in seinen demokratischen Entwicklungen unterstützen, wirtschaftliche Beziehungen stärken, kulturellen Austausch fördern und neue Brücken zwischen den Gesellschaften bauen“, ergänzt der CDU-Bundestagsabgeordnete. Das Forum bringt Mitglieder aus verschiedenen wirtschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Institutionen, sowie auch Vereine und Stiftungen zusammen, die sich für südkaukasische Themen interessieren. Es wird parteipolitisch unabhängig am 20. Mai 2015 in Berlin gegründet.