Abgeordneter Weiler nennt Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes eine Katastrophe

Robert Weiß Bund, Deutschland, Ländlicher Raum, Landwirtschaft, Umwelt

Berlin. – Der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert H. Weiler (CDU), kritisiert die geplante Änderung des Bundesjagdgesetzes scharf. Nachdem der Bundestag in der vergangenen Woche den Gesetzentwurf der Regierung an die Ausschüsse überwiesen hat, regte sich breiter Widerstand unter Jägerinnen und Jägern, dem sich nun auch Weiler anschloss.

„Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Frau Klöckner, möchte nach eigenem Bekunden mit der geplanten Novelle das Jagdrecht in die Zukunft führen und unseren Wald schützen. Das halte ich im Grundsatz für ein sinnvolles Anliegen, die konkrete Ausgestaltung ist jedoch für unseren Wildbestand und damit für den Wald als Gesamtökosystem eine Katastrophe!“, verurteilt Weiler den Gesetzentwurf.

Insbesondere die neuen Regelungen rund um Mindestabschüsse von Rehwild, sowie die insgesamt stark an ökonomischen Interessen ausgerichtete Formulierung lösen bei Weiler und der Jägerzunft Kopfschütteln aus.

„Der Tierschutz, die Achtung des Lebens und die Verantwortung für Wald und Wild sind tragende Säulen der Jagd. Mit dem Entwurf der Bundesministerin werden diese Säulen stark geschwächt. Der Weg wird geebnet für Wälder aus subventionierten Monokulturen, in denen kein einziges Reh umherspringt, da es aus falsch verstandener Waldfürsorge dem Mindestabschuss zum Opfer gefallen ist“, bedauert Weiler. Er habe sich daher als Mitunterzeichner einem offenen Brief des Netzwerks „Wald mit Wild“ an alle Parlamentarier angeschlossen, in dem die Anpassung des Entwurfs gefordert wird. Zu den weiteren Unterzeichnern des Briefes gehören laut Weiler Jagdfreundinnen und Jagdfreunde aus der Wirtschaft, Politik und seinem persönlichen Umfeld.

„Das ist jetzt die letzte Chance, diese Gesetzesänderung noch in eine sinnvolle Richtung zu lenken, lassen Sie uns also eine konstruktive Lösung für Wild und Wald finden!“, appelliert er nicht nur an seine Kollegen im Parlament, sondern auch an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.