Abgeordneter Weiler fordert mehr substantielle statt ideologischer Debatten

Robert Weiß Bildung, Deutschland, Geschichte, Sprache

Berlin. – Der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert H. Weiler (CDU), hält die aktuelle Diskussion um Begriffe wie Zigeunersoße oder Mohrenapotheke für eine irreführende Scheindebatte.

“Es hilft niemandem, eine Wohlfühldiskussion um Begriffe des alltäglichen Sprachgebrauchs zu eröffnen und vermeintlich so dem Alltagsrassismus entgegenzutreten!”, empört sich Weiler.

Die Zigeunersoße oder das gleichnamige Schnitzel sowie Straßennamen historischer Persönlichkeiten seien weder Auslöser für noch förderten Sie rassistische Entgleisungen und Attacken. Die Veränderung dieser Worte sei aber viel einfacher zu erreichen als das eigentliche Ziel: den Rassismus in Deutschland und der Welt aktiv zu bekämpfen.

Rassistisches Gedankengut und Aggression gegenüber anderen Menschen ließen sich nicht durch das Umbenennen eines Schnitzels auflösen.

Weiler zweifelt die Sinnhaftigkeit dieser teils sehr leidenschaftlich geführten Debatten an: “Ob politisch korrekte Wortwahl oder geschlechtslose Toiletten – ich habe momentan den Eindruck, es wird sich hier vermehrt Themen gewidmet, bei denen ich mich ernsthaft fragen muss, ob wir so Deutschland verbessern und voranbringen können.”

Es gäbe gerade jetzt gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen, die jeden einzelnen forderten. Die durch das Corona-Virus verursachte Wirtschaftskrise, in deren Folge viele Menschen trotz umfangreicher Hilfsmaßnahmen täglich existentielle Fragen zu bewältigen hätten, verlange laut Weiler größtes Engagement.

“Wir müssen diskutieren, wie wir unseren wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland erhalten und die soziale Gerechtigkeit verbessern können – nicht den Namen einer Paprikasoße!”, fordert Weiler eindringlich.