Abgeordneter Weiler findet klare Worte zur vorgeschlagenen Frauenquote in der CDU

Robert Weiß CDU, Frauenquote

Berlin. – Der direkt gewählte Ostthüringer Bundestagsabgeordnete, Albert H. Weiler (CDU), sieht die aktuell von der Parteiführung diskutierte Frauenquote äußerst kritisch und fordert Leistungsorientierung statt Geschlechterquoten.

„Leistung muss zählen! Es spielt keine Rolle, ob die zu besetzende Position von einer Frau oder einem Mann besetzt wird, am Ende muss die nötige Leistung erbracht werden.“, erklärt Weiler. „Wir haben ungefähr 26% Frauenanteil bei den Parteimitgliedern der CDU. Eine Quote von 50% in Parteivorständen, bei stellvertretenden Vorsitzenden und Beisitzern lässt sich dann nur schwer realisieren.“, begründet Weiler. „Die konkrete Regelung, dass nach dem zweiten für ungültig erklärten Wahlgang aufgrund fehlender weiblicher Bewerber, dann der zu besetzende Platz leer bleiben darf, weicht die Regel außerdem schon von vornherein auf und erweckt den Eindruck einer reinen PR-Maßnahme.“, kritisiert Weiler die Ausgestaltung des Vorschlags.

Die debattierte Quote führe im Zweifel nur dazu, dass unter Umständen nicht die Qualifikation über die Besetzung eines Postens entscheide, sondern das Geschlecht. „Es wäre doch absurd, wenn wir im übertragenen Sinne den Elektriker zum Sinfoniedirektor machen müssten, um eine Quotenvorgabe erfüllen zu können.“, so Weiler.

Letztendlich müsse man dafür werben, dass sich wieder mehr Menschen insgesamt für die Mitgliedschaft in der CDU interessieren und dafür sorgen, dass schon in der Parteibasis das Geschlechterverhältnis ausgeglichener werde. Nur so könne auch auf Vorstandsebene ein höherer Frauenanteil sinnvoll erreicht werden – eine Quote auf Führungspositionen setze hier am falschen Ende an und würde nicht zum gewünschten Erfolg führen, ist sich Weiler sicher.