Abgeordnete informieren sich über Corona-Impfungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt |Fehlender Impfstoff ist Hauptproblem

Robert Weiß Coronavirus, Deutschland, Gesundheit, Kommunales, Ländlicher Raum, Thüringen

Rudolstadt. – Am vergangenen Dienstag haben der Bundestagsabgeordnete Albert Weiler und der Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck das regionale Impfzentrum in Rudolstadt besucht. Im Gespräch mit der Vorsitzenden der kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KV), Frau Dr.med. Annette Rommel, wurden vor allem die Bürgeranfragen thematisiert, welche die Abgeordneten in den vergangenen Tagen und Wochen erreicht haben.

„Die Bürgerinnen und Bürger wollen vor allem wissen, wie sie schnell und unkompliziert an einen Termin kommen und wann auch Hausarztpraxen impfen dürfen“, fassen sie die Themen zusammen. Die KV-Chefin verweist zum einen auf den hohen organisatorischen Aufwand für die Vergabe von Terminen. Zum anderen sei vor allem das Fehlen von ausreichend Impfdosen das Hauptproblem. Dies bestätigte auch Angelika Warkus, stellvertretend für alle drei Impfstellenmanagerinnen. Man könne problemlos die Kapazität erhöhen. „Man muss ganz deutlich sagen, dass der Engpass an Impfstoffen durch den Wegfall des Präparates von AstraZeneca noch verschärft wird. Hier muss eine gründliche, aber auch zügige, Überprüfung stattfinden. Zusätzlich muss intensiv an der Zulassung und der Sicherung von zusätzlichen Impfdosen gearbeitet werden. Es ist nicht akzeptabel, dass wir das in Deutschland nicht geregelt bekommen. Das nehme ich so mit nach Berlin“, betont Weiler.

„Dass das Team hier einen guten Job macht, konnten wir heute persönlich erleben. Für besonders wichtig halte ich als ehemaliger Grundwehrdienstleister dabei auch den zivilen Einsatz der Bundeswehr in dieser Pandemiesituation. Wenn genügend Impfstoff vorhanden sein wird, werden wir alle Kräfte brauchen“, ergänzt Maik Kowalleck.

Beide Abgeordnete sprechen sich deshalb auch für eine gegebenenfalls notwendige Aufstockung der Unterstützungskräfte der Bundeswehr aus. Albert Weiler warb in diesem Zusammenhang auch für eine Ausweitung der Impfzentren. Besonders in Kahla sehe er Bedarf und Möglichkeiten zur Umsetzung.